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Dieses Wort hat es in sich. Ist Gott wirklich keinem Menschen fern? Warum erkennen und erleben ihn dann so viele nicht?

Und auch Christinnen und Christen erfahren die Nähe Gottes selten ganz unangefochten und beständig. Wie ist das Ihnen  im Laufe Ihres Lebens ergangen? Konnten Sie bei kritischen Anfragen immer gewiss sein und bleiben, dass Gott nicht fern von ihnen ist? Haben Sie selbst Gott immer als nah erlebt? In einer Klosterhandschrift ist folgende Geschichte zu lesen: „Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: ‚Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist!‘ Da sagten einige, die klüger waren als die anderen: ‚Wir haben  gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm ziehen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.’ So machten sich einige auf und kamen auch endlich in das Meer und fragten den Fisch. Als der Fisch sie angehört  hatte, sagte er: ‚O ihr dummen Fische! Im Wasser lebt und bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, zum Wasser kehrt ihr auch wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wisst es nicht!’“ (Gefunden in: Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag. Aussaat-Verlag Neukirchen-Vluyn, 7. Auflage 1996, S. 21)

Wie der Fisch vom Wasser, so ist der Mensch umgeben von Gott. Von ihm und durch ihn lebt er. Und doch fragt er: „Kann es Gott geben? Wer ist Gott?“ Warum ist der Mensch oft so blind für Gott? Der Apostel Paulus erkennt in den Heiligtümern
der Athener deren tiefe innere Sehnsucht  nach dem lebendigen Gott. Weil sie ihn nicht kennen, wenden sie sich an die toten Götzen. Nun kann Paulus ihnen in seiner Rede auf dem Areopag das Ziel ihrer Sehnsucht bekannt machen. Offenbar
haben das aber nur wenige verstanden und akzeptiert. Aus meiner Sicht liegt das an einem entscheidenden Gedankenfehler. Sie schließen von ihren Gefühlen und Erfahrungen auf Gott. Paulus aber geht es zunächst gar nicht nicht um das erleben des Menschen. Auch die Gefühle des Apostels selbst waren wahrscheinlich ähnlich wankelmütig wie die der Athener und wie unsere. Paulus macht darum deutlich, dass Gott jedem Menschen nahe ist - unabhängig von dessen jeweiliger
Befindlichkeit. Denn Gott hat jeden Menschen gewollt und geschaffen. Er liebt ihn und möchte ihn in Ewigkeit bei sich haben. Diese Wahrheit durchzieht und prägt das ganze Wort Gottes.

Im ersten Brief an Timotheus zum Beispiel schreibt Paulus: „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1.Timotheus 2,4) Und im Römerbrief zitiert er das Alte Testament: „So steht es ja in den Heiligen Schriften: ‚Wer ihm glaubt und auf ihn vertraut, wird nicht zugrunde gehen.‘ (Jesaja 28,16). Das gilt ohne Unterschied für Juden und Nichtjuden. Sie alle haben ein und denselben Herrn: Jesus Christus. Aus seinem Reichtum schenkt er allen, die sich zu ihm als ihrem Herrn bekennen, ewiges Leben. Es heißt ja auch: ‚Alle, die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.‘ (Joel 3,5)“ (Römer 10,12-14, Übersetzung „Gute Nachricht“). Das gilt also auch für Sie, ganz gleich, wie es Ihnen gerade geht. Kein Mensch ist allezeit zuversichtlich und frohgemut. Wer die Gewissheit der Nähe Gottes von den eigenen Stimmungen abhängig macht, der muss unweigerlich in Fragen und Zweifel geraten. Aber wie tröstlich kann es dann sein, wenn Sie es für sich ganz persönlich hören und annehmen können: Gott hat Sie gewollt und geschaffen. Jesus hat Sie lieb und möchte in alle Ewigkeit nicht ohne Sie sein!

Ich wünsche Ihnen darum von Herzen, dass diese Gewissheit Ihr Herz erfüllt; dass sie sich dann vielleicht sogar auf Ihr Gemüt schlägt und Sie sich wieder fühlen wie ein Fisch im Wasser - trotz aller Sorgen, trotz aller Fragen, trotz Corona. Sie dürfen allen Grund zur Freude haben. Jeder Mensch ist ein geliebtes Geschöpf Gottes. Aktuell gibt es knapp acht Milliarden Menschen. Diese Zahl ist für uns unvorstellbar groß. Aber das ist sie nicht für Gott, denn er hat sie alle erschaffen und gewollt. Und seine Liebe ist unendlich groß. Durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus öffnet er jedem einzelnen Menschen den Weg zu seinem Herzen. So ist Gott durch Jesus auch Ihnen nicht fern, sondern ganz nah! Nehmen Sie diesen Zuspruch zu Herzen, ganz gleich, ob Sie ihn gerade als tröstlich empfinden oder eher daran zweifeln. Denn Gottes Wort gilt - jetzt, in allen künftigen Zeiten und in Ewigkeit.

Es grüßt Sie herzlich Ihr
Pastor Jens Brakensiek

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Tageslosung

Tageslosung von Sonntag, 26. September 2021
Der HERR macht die Blinden sehend.
Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.

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